Erbbaurecht

Fragen und Antworten

Fragen und Anworten zum Erbbaurecht

Das Erbbaurecht ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Instrument zur Schaffung von preiswertem Wohneigentum. Sie errichten Ihre eigenen vier Wände auf einem der von der Klosterkammer Hannover verwalteten Baugrundstücke, das Sie im Wege des Erbbaurechtes auf 80 Jahre von uns pachten. Sie sparen den im Grunderwerb sofort fälligen Grundstückskaufpreis und zahlen stattdessen Erbbauzinsen. Das Erbbaurecht kann vererbt, verkauft oder beliehen werden und ist somit verkehrsfähig wie eine Immobilie im Grunderwerb.

Erbbaurecht – ein grundstücksgleiches Recht

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Erbbaurecht.
Wenn Sie weitere Informationen erhalten möchten, nehmen Sie
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Wir sind gerne für Sie da!


Was ist ein Erbbaurecht?

Erbbaurecht bedeutet die rechtliche Trennung von Gebäude und Grundstück. Durch ein Erbbaurecht erhält ein Bauherr (der Erbbaurechtsnehmer) das Recht, ein eigenes Haus auf dem Grundstück des Erbbaurechtsgebers zu bauen.  

Wer kann Erbbaurechtsnehmer sein?

Jede natürliche oder juristische Person kann Erbbaurechtsnehmer sein. Ein Erbbaurecht kann auch für mehrere Personen begründet werden.

Wie lange läuft ein Erbbaurecht?
Das Erbbaurechtsgesetz setzt keine bestimmte Laufzeit fest. Üblicherweise bewegen sich die  Laufzeiten zwischen 60 und 99 Jahre. In Einzelfällen können auch kürzere oder längere Laufzeiten vereinbart werden.

Wie hoch ist der Erbbauzins?
Die Höhe des Erbbauzinses ist abhängig vom Grundstückswert. Der Erbbauzins wird daher frühestens alle drei Jahre inflationsbedingt angepasst. Maßstab ist z. B. der Verbraucherpreisindex für Deutschland. Bodenpreissteigerungen bleiben während der Vertragslaufzeit in der Regel unberücksichtigt.

Kann das Erbbaurecht belastet werden?

Das Erbbaurecht kann wie jedes Grundstück mit Reallasten, Hypotheken und Grundschulden belastet werden.

Wer trägt die Erschließungskosten, Steuern, Abgaben etc.?

Sämtliche Erschließungskosten sowie öffentliche und privatrechtliche Lasten trägt der Erbbaurechtsnehmer.

Kann das Erbbaurecht veräußert oder verschenkt werden?
Das Erbbaurecht kann jederzeit wie jedes Grundstück durch notariell beurkundeten Vertrag veräußert oder verschenkt werden. Der Erwerber übernimmt damit sämtliche Rechte und Pflichten des Erbbaurechtsvertrages.

Kann das Erbbaurecht vererbt werden?
Ja. Das Erbbaurecht erlischt nicht mit dem Tod des Erbbaurechtsnehmers, sondern geht - wie ein Grundstück - auf dessen Erben über.

Was passiert nach Ablauf des Vertrages?

Nach Ablauf des Vertrages besteht in der Regel die Möglichkeit, das Erbbaurecht zu erneuern. Sofern Ihre Erben das Erbbaurecht nicht erneuern wollen, geht das von Ihnen errichtete Gebäude nach Ablauf dieser Zeit auf den Grundstückseigentümer über. Dafür erhalten Ihre Erben eine Entschädigung, die sich nach dem Verkehrswert des Gebäudes nach Ablauf des Vertrages richtet. Es besteht also nicht die Gefahr, dass Ihre Erben entschädigungslos "Haus und Hof" verlieren.

Kann der Erbbaurechtsnehmer das Grundstück – später – erwerben?

Sofern der Erbbaurechtsgeber das betreffende Grundstück zum Kauf anbietet, steht dem Erbbaurechtsnehmer der erste Zugriff über ein im Grundbuch gesichertes Vorkaufsrecht zu.

Kann der Erbbaurechtsvertrag gekündigt werden?
Der Erbbaurechtsvertrag kann vor Ablauf der Laufzeit in der Regel nicht gekündigt werden - von keiner Vertragspartei. Allerdings gibt es Ausnahmen. Der so genannte Heimfall beschreibt die Gründe, wann der Eigentümer das Grundstück vorzeitig zurückfordern kann. Diese Punkte müssen im Vertrag geregelt werden.

Was ist, wenn der Wert des Grundstücks steigt?
Eine Wertsteigerung wirkt sich nicht zu Lasten des Erbbaurechtsnehmers aus. Der Grundstückswert als Berechnungsgrundlage für den Erbbauzins ist mit der Bestellung des Erbbaurechts für die Vertragslaufzeit festgeschrieben. Da sich der Wert einer Immobilie (z.B. Einfamilienhaus) aus dem Wert des Grundstücks und dem Wert der Aufbauten zusammen setzt, kann der Erbbaurechtsnehmer an der Wertentwicklung der Gesamtimmobilie durch Wiederverkauf des Hauses zu einem höheren Kaufpreis sogar partizipieren.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Sie sind Eigentümer der von Ihnen errichteten Wohnimmobilie.
  • Sie können auf dem Grundstück handeln wie ein Eigentümer.
  • Es fällt kein Kaufpreis für das Grundstück an.
  • Sie haben mehr Investitionsmittel für den Hausbau.
  • Sie müssen weniger Kapital aufbringen und erhalten dadurch eine günstige Finanzierung.
  • Sie haben geringere monatliche Belastungen wegen des geringeren Finanzierungsbedarfs.